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Darmgesundheit des Hundes

Darm mit Charme – was fördert die Darmgesundheit des Hundes?

Inhalt

Jeder weiß, im Darm wird die Nahrung verdaut. Bei der Darmgesundheit des Hundes ist das bei weitem nicht alles, was das sehr große und wichtige Organ leisten kann. Von der Herstellung wertvoller Vitamine, bis zu wichtigen Stütze des Immunsystems: viele Stoffwechselvorgänge klappen ohne einen gesunden Darm und vor allem ohne die richtigen Darmbakterien nicht.

Die sogenannte Darmflora ist ein wahres Lebenselixier, die die Gesundheit des Hundes fördert, aber bei Störungen auch schädlich für den gesamten Organismus sein kann. 

Warum ist Darmgesundheit des Hundes so wichtig?

Buddy and Bello Experten - Tierärztin Charlotte Kolodzey
Dr. med. vet. Charlotte Kolodzey ist Tierärztin mit Spezialisierung auf Ernährungsberatung. Hier geht´s zu Ihrem Profil

Es ist die Hauptaufgabe des Darms, die wichtigen Nährstoffe aus der Nahrung herauszufiltern und so zu zerkleinern, dass sie durch die Darmwand aufgenommen werden können. So spaltet er Eiweiß in Aminosäuren, das Fett in die Fettsäuren und die Kohlehydrate in Zucker und schleust alles über die Darmwand ins Blut. Auch Vitamine und Mineralstoffe werden so aufgenommen. Allerdings können die Verdauungssäfte nicht alles zerkleinern und hier kommen die Darmbakterien in Spiel.

Sehr viele unterschiedliche Arten von Bakterien leben im Darm. Sie ernähren sich alle vom Nahrungsbrei, produzieren aber sehr unterschiedliche Dinge daraus. Viele Arten produzieren wertvolle Stoffe wie Vitamine, Nährstoffe für die Darmwand, verbessern die Verdaulichkeit der Nahrung und stärken so auch das Immunsystem. Diese Bakterien sind sehr wichtig. Andere Bakterienarten produzieren dagegen Gase oder auch giftige Stoffe, diese Bakterien sollten natürlich möglichst in geringer Zahl im Darm vorhanden sein.

„Studien haben festgestellt, dass eine Verbesserung der Darmflora positive Auswirkungen auf die gesamte Gesundheit hat.“

Dr. med. vet. Charlotte Kolodzey 

Woran erkenne ich, ob die Darmflora meines Hundes gesund ist?

Man kann sehr schnell erkennen, ob eine Darmflora im Gleichgewicht ist und viele gute Bakterien enthält oder ob schädliche Bakterien die Mehrheit bilden. Oft sind es die übel riechenden Gasen, die dem Hundehalter schnell auffallen. Der Hund hat Blähungen und/oder sehr geruchsintensiven Kot. Oft ist der Kot auch weich und in stärkeren Fällen tritt immer wieder Durchfall auf. Das alles sind Anzeichen, dass sich zu viele schädliche Bakterien im Darm befinden und die gute Bakterien verdrängt haben. Dabei sind die Verdauungsprobleme nur die Spitze des Eisberges, denn auch die positiven Eigenschaften der Darmflora wird durch die schlechten Darmbakterien gestört, was den gesamten Stoffwechsel und auch das Immunsytem des Tieres schädigen kann. 

Wie kann man die Darmflora beim Hund stärken?

Wichtig ist die Zusammensetzung des Nahrungsbreis. Denn jede Bakterienart braucht unterschiedliche Nahrung. Daher muss man versuchen die guten Bakterien zu füttern und den schlechten Bakterien dagegen möglichst wenig Nahrung zur Verfügung zu stellen. Eine neuere Studie hat festgestellt, dass Nahrung aus hochwertigem rohem Fleisch und frischem Gemüse die Darmflora sehr positiv beeinflusst. Schlecht dagegen sind z.B. schwer verdauliche Eiweiße (wie etwa in Kauprodukten oder Fleisch mit viel Bindegewebe). Auch zu viele Kohlehydrate können säuerlich stinkenden Durchfall auslösen. Neben der Futterzusammensetzung kann auch plötzlicher Futterwechsel, Medikamente, Veranlagung und individuell empfundener Stress zur Störung der Darmflora führen. 

Eine optimale Futterzusammenstellung ist daher eine sehr wichtige Grundlage für eine gesunde Verdauung, aber oft reicht das nicht aus. Neben der optimalen Fütterung kann die Darmflora auch durch sogenannten PRObiotika oder PRÄbiotika gefördert werden.

„Ganz gezielt lässt sich die Darmflora mit sogenannten PRO- und PRÄbiotika unterstützen und stärken.“

Dr. med. vet. Charlotte Kolodzey

 

In den PRObiotika sind lebende, gute Keime enthalten, die wir Menschen hauptsächlich vom Joghurt kennen. Durch sie werden ungewünschte Darmkeime verdrängt und die guten Bakterien unterstützt. Die sogenannten PRÄbiotika enthalten keine lebenden Keime, sondern bestehen aus löslichem Ballaststoff. Sie sind eine gute Nahrung für die bereits im Darm vorhandenen hochwertigen Bakterien. Zusätzlich wird auch der Futterbrei im Darm leicht angesäuert, wodurch die optimalen Lebensbedingungen für die guten Bakterien und schlechte für die ungewünschten Keime entstehen.

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PRObiotka sind vielfach bekannt aus Joghurt und tun dem Hundedarm gut

In Präbiotika sind keine weiteren Zutaten enthalten, weshalb sie besonders gut für Allergiker verträglich sind. Flohsamenschalen, Leinsamen, Akazienfasern, Inulin und Pektin sind solche PRÄbiotika. Der Darm muss sich allerdings erst an die neue Zutat gewöhnen und daher sollten diese langsam und in kleinen Mengen zu füttern begonnen werden. PRO- und PRÄbiotika sind sehr hilfreich für den Darm, aber es sollte immer auch die Ursache des Ungleichgewichts des Darms geklärt werden. Denn auf Dauer ist es natürlich wirksamer, die Ursache für das Ungleichgewicht zu klären, damit der Darm von Grund auf gesund arbeiten kann.

„Eiweiß und Kohlenhydrate sind beim Hund nur in ausgewogenem Maße und vor allem in guter Qualität von Vorteil. Schwer verdauliches  Eiweiß durch beispielsweise viele Kauprodukte reichert die gasbildenden Bakterien an und kann zu Blähungen führen, wobei hingegen zu viele Kohlenhydrate einen säuerlich stinkenden Durchfall verursachen können.“

Dr. med. vet. Charlotte Kolodzey
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Frisches Gemüse enthält viele Faserstoffe, die für die Darmgesundheit förderlich sind

 

Wichtig für die Verdauung sind zudem Faserstoffe. Diese findet man natürlicherweise vor allem im Gemüse. In vielen Fertigfuttern sind Faserstoffe bereits enthalten. Aufschluss gibt hierzu ein Blick auf die Zutatenliste. Zusätzlich kann ein Teelöffel pürierte Möhre pro Tag unter das Futter gemischt werden. 

Was tun bei akutem Durchfall und Erbrechen?

Bei akutem anhaltendem Durchfall oder Erbrechen kann auch eine ernste Krankheit dahinter stecken. Daher sollte im Zweifelsfall immer ein Tierarzt aufgesucht werden. 

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Dr. med. vet. Charlotte Kolodzey

Dr. med. vet. Charlotte Kolodzey

Dr. med. vet. Charlotte Kolodzey ist Tierärztin und hat sich auf das Thema Ernährung spezialisiert. Unter VETFOODCOACH kann man sich individuell von ihr beraten lassen. Zudem hat sie eine hochwertige Basisnahrung entwickelt, zu finden unter BEUTEPUR.

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