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Hundehaftplicht, Hundesteuer

Von Hundehaftpflicht bis Hundesteuer – 5 wichtige Infos und Gesetze

Hundesteuer, Hundehaftpflicht, Rechte, Bedingungen und Gesetze – als Hundehalter gibt es einiges zu beachten. Hier gibt es alle Infos auf einen Blick.

Inhalt

Hund anmelden

Ein Hund muss an seinem jeweiligen Wohnort gemeldet werden, da Hunde grundsätzlich steuerpflichtig sind. Die Anmeldung sollte spätestens zwei bis vier Wochen nach dem Einzug erfolgen. Meldepflichtig ist auch, wenn der Hund umzieht, verstirbt oder an Verwandte oder ein Tierheim abgegeben wird.

In vielen Städten gibt es bereits ein Onlineportal für das Hunderegister, wo man seinen Hunde über ein simples Formular kostenlos melden kann.

Hundesteuer

Danach erhält man einen schriftlichen Bescheid für die erste Steuerzahlung und die zugehörigen Steuermarke, die der Hund ab sofort immer sichtbar tragen muss. Sonst kann ein Bußgeld von bis zu 10.000 € fällig werden.

Blinden- und Rettungshunde sind von der Hundesteuer befreit, ebenso können Hunde aus dem Tierheim mitunter bis zu drei Jahre freigestellt werden. Die Steuern sind von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich.

In Berlin sind es ca. 120 € pro Jahr, in Hamburg 90 € und in Ingolstadt (Bayern) rund 65 €.

Hier gibt’s die genauen Zahlen für alle Städte

Zweit- und Dritthunde werden nochmal teurer. Und auch Rasse und Größe spielen eine große Rolle bei der Steuer. Für gefährlich eingestufte Hunde (siehe weiter unten im Artikel) erhöht sich die Steuer um das drei- bis vierfache.

Die Hundesteuer ist übrigens nicht an einen Zweck gebunden und wird nicht unbedingt z.B. für die Reinigung der Gehwege oder den Ausbau von Auslaufflächen genutzt. Teilweise fließen die Gelder in komplett andere Bereiche.

Hundehaftpflicht Versicherung

Hundehalter sind verpflichtet, eine Hundehaftpflicht – Versicherung für ihren Hund abzuschließen. Je nach Rasse und Leistungsumfängen unterscheiden sich diese stark im Preis.

So gibt es Optionen mit und ohne Selbstbeteiligung, man kann Auslandsreisen mitversichern oder auch Ereignisse, bei denen der Hund nicht unter der eigenen Aufsicht steht (wie z.B. bei einem nicht gewerblichen Hundesitter). Eigene Gegenstände sind grundsätzlich nicht versicherbar. 

Im Netz gibt es jede Menge Versicherungsvergleichsportale, die die Hundhaftpflicht-Versicherungen vergleichen – wie z.B. hier.

Mikrochip Hund

Hundehalter sind dazu verpflichtet, ihrem Hund einen fälschungssicheren Mikrochip einsetzen zu lassen, denn der Mikrochip ist wie eine Art Personalausweis. Der Hund lässt sich über den Chip identifizieren, z.B. bei einem Portal wie Tasso, wo entlaufene Hunde wiedergefunden werden können. Daher ist er extrem wichtig – sowohl für den Hund als auch seinen Halter.

Der Mikrochip ist 5 x 11 mm klein, was ungefähr der Größe eines Reiskorns entspricht. Er enthält eine 15-stellige Identifikationsnummer, die am besten auch direkt im Impfpass vermerkt wird. Die Kosten für die Implantierung sind bei jedem Tierarzt unterschiedlich, belaufen sich jedoch meist auf ca. 30 €.

Der Chip wird mit einer einmaligen Spritze auf der linken Nackenseite eingesetzt. Der Hund hat hierbei keine Schmerzen – das Gefühl ist eher mit einer Impfung zu vergleichen. Der Mikrochip ist inaktiv und sendet somit keine Strahlen aus, außerdem wird der Chip nur über elektromagnetische Wellen gelesen. Er ist von dünnem Glas umhüllt und hält somit ein Leben lang. Eine Antimigrationshülle verhindert, dass der Chip im Körper wandert.

Leinenpflicht

Die Leinenpflicht gilt in Berlin, Hamburg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein Westfalen, Sachsen Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Es gibt gewisse Einschränkungen und Freiheiten, die sich je nach Bundesland unterscheiden.

Die genauen Bestimmungen können hier nachgelesen werden.

Hundehaftpflicht
Von Leinenpflicht bis Mikrochip
als Hundehalter hat man einiges zu beachten

Durch eine offizielle Gehorsamkeitsprüfung kann der Hund von der Leinenpflicht befreit werden, er muss dafür jedoch mindestens zwölf Monate alt sein. Die Prüfung wird mit ca. sechs bis zwölf anderen Hunden absolviert. Geprüft werden die Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Steh“, das lockere Laufen an der Leine und ob der Rückruf einwandfrei funktioniert. Die Prüfung ist nicht übertragbar. Heisst: jedes Familienmitglied, das ohne Leinenpflicht mit dem Hund spazieren gehen möchte, muss die Prüfung ablegen.

Die Kosten für die Prüfung liegen zwischen 9 € und 18 €, je nach Prüfstelle. Das Halsband muss trotzdem getragen werden, damit auch die Steuermarke sichtbar am Körper des Hundes befestigt ist.

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